Wie sieht der Zustand unserer Gegenwart aus? Elf fotografische Essays werfen den Blick auf unterschiedliche Lebensrealitäten und Regionen, auf persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Veränderungen – und auf uns selbst. Entstanden sind die Arbeiten in einem einjährigen Seminar der Ostkreuzschule für Fotografie bei Ingmar Björn Nolting.
Die Ausstellung findet im September 2026 in Berlin und Leipzig statt. Präsentiert werden dort die Fotos von 11 Fotograf:innen. Mein Projekt beschäftigt sich mit dem Thema Grundsicherungsgeld.
Termine
Nichts ist sicher
Wenige Monate reichen manchmal aus, um alles zu verlieren. Ein Jobverlust, eine Wohnungskündigung, eine längere Erkrankung, der Verlust eines geliebten Menschen: Armut kann uns (fast) alle treffen. Gleichzeitig ist die Hetze gegen Bezieher:innen von Grundsicherungssicherungsgeld alltäglich – und unerträglich. Mit meinem Fotoprojekt wollte ich das Leben hinter den Vorurteilen kennenlernen, gefunden habe ich fünf Frauen und ihre Geschichten.
Anna
Seit zwei Jahren versucht die 36-jährige Biologin einen Job zu finden. Bislang leider ergebnislos.


Annika
Die 32-jährige Sozialwissenschaftlerin war zwei Jahre arbeitslos, trotz aller Bewerbungen, Fortbildungen, Aushilfsjobs und Praktika.


Antje
Die freiberufliche Fotografin und alleinerziehende Mutter ist durch Post Covid/Vac an ME/CFS erkrankt. Seither kann sie nur noch eingeschränkt arbeiten. Sie stockt ihr Einkommen mit Grundsicherungsgeld auf.


Hanna
Die gebürtige Rostockerin Hanna studierte und arbeitete als Pflegekraft sowie Bürokauffrau. Dann erkrankte sie und verlor ihre Wohnung. Seither lebt sie von Grundsicherungsgeld in einem betreuten Wohnprojekt.


Solange
möchte gerne Modedesign studieren. Dafür muss sie Praktika in Modedesign-Firmen absolvieren. Leider werden diese nicht bezahlt. Ohne den Bezug von Grundsicherungsgeld wäre das für sie nicht möglich.

